Naturdenkmäler

Wir leben in einer herrlichen Natur, und viele Gäste schätzen diese und kommen jährlich, um  diese unverwechselbare Natur zu genießen. Für viele von uns ist diese selbstverständlich, und wir wissen oft nicht einmal, wo die Naturhighlights in Lana sind.
Als zuständiger Referent für Natur & Umwelt möchte ich Ihnen diese näher bringen und ihren Blick auf diese Besonderheiten schärfen. Ich erkläre Ihnen, wo Sie diese finden und was so speziell an ihnen ist.


Wasserfall Brandisgaul

Cascata Brandis a Lana

Der Brandis-Wasserfall, befindet sich in genau hinter den Golfplatz und unter der Graf Brandis Schloss Ruine. Erreichbar ist das Naturdenkmal über den Brandis Waalweg. Besonders gut einsehbar ist der Wasserfall vom Gasthaus Waalrast, wo der Brandisbach die Felsen herunter stürzt.
Das Klima rund um den Wasserfall ist nicht nur besonders erfrischend, sondern gilt auch als wohltuend und heilsam. Das ist auf die hohe Luftfeuchtigkeit und Verdunstungskälte zurückzuführen sowie auf die vielen Sauerstoff-Ionen. Letztere wirken Nerven-beruhigend, regen Kreislauf und Immunsystem an und können Feinstaub binden. Auch der Gastaustausch der Lunge wird verbessert, daher empfiehlt sich eine Rast am Wasserfall insbesondere für Besucher, die an Allergien oder Asthma leiden.
Dieses Habitat ist ideal für Tiere, welche hohe Luftfeuchtigkeit lieben. Wer Glück hat trifft hier auch einen Feuersalamander.

 


Tanne beim Ansitz Neubrandis

TanneEin besonderes Naturdenkmal ist in Niederlana versteckt: eine gewaltige Tanne beim Ansitz Neubrandis. Dieses Naturdenkmal sieht man schon von weitem. Leider kommt man nicht direkt zur Tanne hin, da sich diese auf Privatbesitz der Fam. Brandis befindet. Majestätisch jedoch zeigt diese Baumart, welche Höhe sie erreichen kann, wenn sie den nötigen Platz hat. Tannen wachsen als Schattenart sehr langsam. Dafür kann das Längenwachstum aber auch bis zu 150 Jahre andauern. Die Bäume werden über 600 Jahre alt und bis zu 50 Meter hoch.
Die Gattung der Tannen gehört zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Tannen sind Reifholzbäume: Splint- und Kernholz sind gleichermaßen weiß bis weißgrau, auch rötlichweiß oder gelblichweiß. Die Jahresringe sind deutlich erkennbar. Auf den Längsseiten zeigen sich Streifen (Radialschnitt) oder Fladern (Tangentialschnitt). Im Gegensatz zu Fichte, Kiefer und Lärche hat die Tanne keine Harzkanäle. Tannenholz ist weich, und recht leicht.
Die Tanne ist meistens als Weihnachtsbaum bekannt.
Für Lana kommt als Weihnachtsbaum aber nur die Zeder bei der ALM in Frage, welche meines Erachtens der schönste Weihnachtsbaum im Burggrafenamt ist und hoffentlich noch lang genug bleibt!


Nussbaum beim Röschhof

NussbaumDer Walnussbaum beim Röschhof in der Kapuzinerstrasse wurde im Jahr 2004 als Naturdenkmal anerkannt aufgrund der gewaltigen Größe und Mächtigkeit. Laut Besitzer sollte dieser Baum fast 100 Jahre alt sein und dessen Äste haben ein gewaltiges Ausmaß, sodass einige Äste gestützt werden müssen.
Interessantes am Rande: Der Grund, weshalb man Nussbäume nur in den seltensten Fällen im Wald finden wird, sondern stets freistehend, ist ihre breite und tief angesetzte Krone, die es unmöglich macht, in engen Baumbeständen zu wachsen. Der Nussbaum ist ökologisch speziell wertvoll, nicht nur, weil er ohne Pflanzenschutz wächst, sondern auch, weil die Nusskerne Vögeln, Eichhörnchen und anderen Nagetieren als Nahrungsquelle dienen.

 


Biotop Krebsbach

Biotop KrebsbachUnterhalb von Niederlana entspringt am Hangfuß der so genannte “Krebsbach”, der weiter südwärts in die Fischzucht mündet.
Der Krebsbach weist eine charakteristische Ufervegetation mit Schilf, Seggen, Rohrkolben, Kopfweiden, Kresse und Unterwasserpflanzen auf. Eine unschätzbare naturkundliche Bedeutung hatte der Krebsbach bis vor einigen Jahren als einer der letzten Lebensräume des absolut geschützten Flusskrebses, der sonst aus der Etschtalsohle vollkommen verschwunden ist.
Im Winter 1996/97 musste ein starker Rückgang der Krebspopulation festgestellt werden und bei den Untersuchungen (1999) im Rahmen der Erstellung der Verbreitungsstudie des Flusskrebses in Südtirol konnte in diesem Bach nur mehr ein Exemplar gefunden werden.
Vor einer Wiederansiedelung möchte man noch den Grund für das Verschwinden der Flusskrebse feststellen. Der Dohlenkrebs (Austropotamobius pallipes), die einzige in Südtirol heimische Flusskrebsart, gehört zu den am stärksten bedrohten Tierarten des Landes. Der Rückgang der ehemals zahlreichen Flusskrebspopulationen hat verschiedene Ursachen:
■die sogenannte „Krebspest“, eine gegen Ende des 19. Jahrhunderts eingeschleppte Krankheit
■die Verschmutzung der Gewässer
■ strukturelle Veränderungen der Gewässer (Verbauung, Regulierung


Eislöcher bei der Leonburg

EislöcherGeologisches Naturdenkmal: Eislöcher bei der Leonburg
Die Eislöcher bei der Leonburg befinden sich im Trockental südwestlich der genannten Burg. Es handelt sich dabei um dieselbe Naturerscheinung, wie bei den über die Landesgrenzen hinaus bekannten Eislöcher Eppans, auch wenn sie bei der Leonburg ein begrenzteres Ausmaß aufweisen. Die Ausweisung als Naturdenkmal betrifft nicht nur die Kaltluftaustritte selbst, sondern auch die sich darüber befindenden Felshänge mit lockerem Gesteinsmaterial, durch deren Felsspaltengefüge die kalte Luft von oben nach unten strömt.
Interessantes am Rande: Anscheinend wurden diese Eislöcher in der Vergangenheit auch als „Eisschrank“ für Lebensmittel benutzt. Sie wurden mit Brettern abgedeckt und gesichert. Somit konnte man im Sommer die Haltbarkeit verlängern. Wer im Sommer diese Eislöcher besichtigen will, wandert am besten den Kreuzweg von Brandis zum Finsterbichl. Vor dem Finsterbichl in einer Kurve, bemerkt man gleich, dass es hier aus einem kleinen Tal kühl wird. Wenn man dieses „Eistal“ besucht, merkt man gleich, wie sich die Temperatur Schritt für Schritt reduziert, und auch die Vegetation verändert sich in diesem Bereich schlagartig.
Wir leben in einer herrlichen Natur, und viele Gäste schätzen diese und kommen jährlich, um  diese unverwechselbare Natur zu genießen. Für viele von uns ist diese selbstverständlich, und wir wissen oft nicht einmal, wo die Naturhighlights in Lana sind.
Als zuständiger Referent für Natur & Umwelt möchte ich Ihnen diese näher bringen und ihren Blick auf diese Besonderheiten schärfen. Ich erkläre Ihnen, wo Sie diese finden und was so speziell an ihnen ist.
Geologisches Naturdenkmal: Eislöcher bei der Leonburg
Die Eislöcher bei der Leonburg befinden sich im Trockental südwestlich der genannten Burg. Es handelt sich dabei um dieselbe Naturerscheinung, wie bei den über die Landesgrenzen hinaus bekannten Eislöcher Eppans, auch wenn sie bei der Leonburg ein begrenzteres Ausmaß aufweisen. Die Ausweisung als Naturdenkmal betrifft nicht nur die Kaltluftaustritte selbst, sondern auch die sich darüber befindenden Felshänge mit lockerem Gesteinsmaterial, durch deren Felsspaltengefüge die kalte Luft von oben nach unten strömt.
Interessantes am Rande: Anscheinend wurden diese Eislöcher in der Vergangenheit auch als „Eisschrank“ für Lebensmittel benutzt. Sie wurden mit Brettern abgedeckt und gesichert. Somit konnte man im Sommer die Haltbarkeit verlängern. Wer im Sommer diese Eislöcher besichtigen will, wandert am besten den Kreuzweg von Brandis zum Finsterbichl. Vor dem Finsterbichl in einer Kurve, bemerkt man gleich, dass es hier aus einem kleinen Tal kühl wird. Wenn man dieses „Eistal“ besucht, merkt man gleich, wie sich die Temperatur Schritt für Schritt reduziert, und auch die Vegetation verändert sich in diesem Bereich schlagartig.